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Am 18.10.2016 eröffnete das SCHUBZ das Umweltbildungszentrum in Rasnov/Rosenau nahe Brasov/Kronstadt in Rumänien.

 

Das SCHUBZ Romania kann nun Projekte der Umweltbildung für Schulen und Familien eigenständig anbieten. Das Interesse der Schulen ist sehr groß.

 

 

Zur Eröffnung wird ein Apfelbaum gepflanzt (von re.): Dr. Alexander Bittner (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) und SCHUBZ-Leiter Dr. Frank Corleis sowie sowie Schülerinnen und Schüler.

Im Jahr 2014 hatte das SCHUBZ das besondere Projekt vorbereitet. 2015 wurden fünf rumänische Kolleginnen und Kollegen vor Ort eingestellt und ein Haus wurde angemietet. Während einer Summerschool im Sommer 2015 lernten sowohl die neuen rumänischen Mitarbeitenden als auch die zahlreichen Projektpartner aus Universitäten, dem WWF und anderen Nicht-Regierungsorganisationen Rumäniens die Bildungsangebote des Lüneburger Bildungszentrums und der Leuphana Universität kennen, um dann diese Programme an die rumänischen Verhältnisse anzupassen. Dabei halfen 20 Studierende der Leuphana Universität, zwei davon mit einer Bachelorarbeit.
Anlässlich der Eröffnung des Umweltbildungszentrums in Rumänien pflanzten die rumänischen Partner und Kinder zusammen mit Dr. Frank Corleis und Dr. Alexander Bittner, dem Referatsleiter Umweltbildung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), einen Apfelbaum. Die DBU hat das Projekt mit rund 125.000 Euro gefördert.

Beide Seiten profitieren vom Austausch
Es ist gelungen, in dieser kurzen Projektlaufzeit von nur anderthalb ein eigenständiges Umweltbildungszentrum in Rumänien aufzubauen. Das neue Zentrum ist nun in der Lage, Projekte der Umweltbildung für Schulen und Familien eigenständig anzubieten.

 

Die neuen Angebote kommen für Rumäniens Bildungslandschaft genau zur richtigen Zeit, um die Lebensweise der rumänischen Landbevölkerung wertzuschätzen. Vor allem auf dem Lande versorgen sich rumänische Familien noch heute weitgehend selbst, halten Kuh, Schwein und Hühner und ernten Gemüse aus dem eigenen Garten. Das hilft ihnen, mit dem sehr geringen Einkommen und den vergleichsweise hohen Preisen der Discounter in ihrem Land klarzukommen. Auch in Sachen Fortbewegung setzen einige Rumänen oftmals noch auf Pferdewagen oder legen lange Strecken zu Fuß zurück.


In Deutschland überprüfen immer mehr Menschen ihre Konsumgewohnheiten und wollen zum Beispiel zu mehr Selbstversorgung zurück. Sie engagieren sich fürs Urban Gardening oder für Repaircafés – da können wir noch einiges von den Rumänen lernen. Aus Sicht der Bildung ist das Projekt daher doppelt spannend: Die rumänischen Kinder lernen ihre Lebensweise schätzen und die Lüneburger Kinder bekommen durch die Verbindung zum Lüneburger SCHUBZ Einblick in die Erfahrungen der Rumänen und lernen ihre osteuropäischen Nachbarn besser kennen.

Neue Lernformen an die Schulen bringen
Das SCHUBZ setzt in Rumänien wichtige Impulse: Der Schulunterricht ist oftmals noch frontal ausgerichtet. Die Kinder haben kaum Möglichkeiten, ihre Lernwege und das Lerntempo mitzubestimmen oder für sie interessante Themen auszuwählen. Im Rahmen des Projektes soll nun Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Schulen implementiert werden, was auch neue Lernformen einschließt.

 

Dr. Frank Corleis und Lena Wäbs vom Lüneburger SCHUBZ haben dazu eine Lehrerfortbildung an der Universität in Kronstadt in Rumänien organisiert. Außerdem konnten rumänische Familien beim Tag der offenen Tür des SCHUBZ Romania im über 100 Jahre alten Backofen des Zentrums eigenes Brot backen. Denn auch in Rumänien verlieren in urbanen Gebieten die traditionellen Berufe und eine regionale Ernährung immer mehr an Bedeutung. Genau da möchte das neue Bildungszentrum ansetzen.

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Projektberatung:
Mo-Do: 9.00 bis 12.00 Uhr


Materialausleihe:
Mo-Do: 13:00 bis 16:00 Uhr


Tierpflegerinsprechstunde:
Mi: 13.00 bis 16.00 Uhr


Tel: 04131-30979-70
E-Mail: info@schubz.org


Keine festen Büro- und Beratungszeiten während der Niedersächsischen Schulferien.